Alle Arbeiten entstehen im Zusammenspiel von sujektiven, inneren Erlebnisräumen
und Erinnerungen an Landschaft.
Zwischen scheinbarer Räumlichkeit, Gefühlsausdruck und spontaner Gestik
entwickeln sich Momentaufnahmen bewegter Natur.
Im Arbeitsprozess bin ich auf der Suche nach Reduzierung, neuen Erfahrungen und dem Unbekannten. Das Motiv ist weder vorbestimmt noch im Voraus festgelegt, sondern wächst im Dialog zwischen Zufall und Planung. Ich trage, je nach innerer Gestimmtheit, mit schwungvollen oder eher zaghaften Bewegungen Farbspuren auf. Diese Materialspuren erwecken Ideen und alle weiteren Spuren beeinflussen und verändern immer wieder die nächsten Handlungen. So erlebe ich eine stetige Wechselwirkung zwischen Aufbau und Zerstörung, Davor und Dahinter, Aktion und Reaktion.
Das Auge prüft und bestimmt den Spielraum für das Material zwischen Freisetzung und Kontrolle und so bekommt der Kreis der unendlichen Möglichkeiten im Laufe des Arbeitsprozesses eine Bestimmtheit, eine Richtung und ein Ende.
Der Betrachter vermag Formen zu erkennen, wie sie auch in der Natur vorkommen könnten: bizarre Flussläufe, holprige Landstriche, diffuse Lichtströme, gewaltige Wolkenformationen, ruhige Seen oder das bewegte Meer. Aber es sind Fiktionen, entstanden im Ringen um neue Räume, mit Einbrüchen, Rückschritten, Überschreibungen, mit Streit und Einklang und der Möglichkeit des Scheiterns.